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"Virtueller Seitensprung" – Frau will Scheidung

 
Verliebt haben sich die beiden Briten (David, 40 und Amy,28) in einem virtuellem Chatroom und als Folge heirateten sie in der realen Welt. Rund 6 Monate lang schrieben sie sich Mails und schließlich zog Amy zu Ihrem neuen Glück – dies dauerte allerdings nicht lange da ihr frischgebackene Ehemann Sex mit einer virtuellen Prostituierten hatte.
Obwohl beide zusammen wohnten, verbrachten Sie (zusammen) ihre meiste Zeit mit dem Computerspiel Second Life (eine nach gebastelte dreidimensionalen [Internet-] Welt mit rund 15 Millionen Nutzern weltweit). Dort besaßen sie entgegen der Realität perfekte sportliche Körper und flippige Haarschnitte und konsequenter Weise war die virtuelle Vermählung bei weitem pompöser (feierliche Zeremonie in einem tropischen Regenwald) als die schlichte reale Hochzeit im schnöden Standesamt.
 
Nachdem ihr Mann erneut zum Flirten ins Internet zog stellte Amy ihn zur Rede und machte in späterer Folge auch virtuell mit ihm Schluss. Dieser versprach jedoch Besserung und so blieben beide vorerst auch ein reales Paar. Zumindest solange bis Amy im einen Privatdetektiv auf den Hals hetzte – zufällig einen virtuellen „Second Life Schnüffler“ namens M. MacDonald. Dieser entdeckte auch prompt den gestählten David mit einer anderen Frau im Netz – Amy reichte daraufhin die Scheidung ein.
 
In der britischen „Times“ sprach sie vom „ultimativen“ Betrug - dieser täte zumindest genauso weh wie in der Wirklichkeit. Der Ehemann meinte hingegen, dass sie sich ohnehin nur für seinen virtuellen Stellvertreter interessiere und kaum Zeit für sie hatte.
 
David ist mittlerweile mit seiner neuen Online-Affäre zusammen und Amy hat ihren neuen Prinzen bei dem Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ kennen gelernt.
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